Nordrhein-Westfalen erfolgreich beim Bundeswettbewerb Jugend forscht 2026

Mit dem Bundeswettbewerb in Herzogenaurach erreichte für die besten Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher Deutschlands die Jugend-forscht-Saison 2026 ihren Höhepunkt. Insgesamt präsentierten 159 junge MINT-Talente aus dem gesamten Bundesgebiet 116 innovative Forschungsprojekte und stellten sich der Bewertung durch die Bundesjury. Vor mehr als 1.000 Gästen wurden die Bundessiegerinnen und Bundessieger von Bundesbildungsministerin Karin Prien ausgezeichnet.

Auch die Delegation aus Nordrhein-Westfalen blickt auf ein erfolgreiches Bundesfinale zurück. Nach monatelanger Forschungsarbeit, zahlreichen Präsentationen und der erfolgreichen Qualifikation über Regional- und Landeswettbewerbe konnten die NRW-Teams ihre Projekte auf Deutschlands bedeutendster Bühne für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentieren. Neben spannenden Begegnungen mit anderen Nachwuchstalenten, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Einblicken in aktuelle Forschung stand vor allem der Austausch über innovative Ideen im Mittelpunkt.

Besonders erfolgreich war Tim Kammel vom Engelbert-Kaempfer-Gymnasium in Lemgo. Für seine Untersuchungen zur Physik von Sanduhren wurde er mit dem Preis des Bundeskanzlers für die originellste Arbeit ausgezeichnet – einer der höchsten Ehrungen des Wettbewerbs mit der er auch das Ticket zum europäischen Wettbewerb gelöst hat. Darüber hinaus konnten weitere Projekte aus Nordrhein-Westfalen mit ihren innovativen Ansätzen überzeugen und sich bundesweit mit Sonderpreisen platzieren:

Victor Gurbani von der Deutschen Schule Madrid erhielt für seine „Empirische Musikalische Kartographie – Landschaft harmonischer und melodischer Stile“ eine besondere Auszeichnung. In seinem Projekt entwickelte er eine innovative „Landkarte für Musik“, auf der sich musikalische Werke anhand von Merkmalen wie Harmonie, Melodie und Rhythmus mathematisch analysieren und dreidimensional visualisieren lassen.

Einen Sonderpreis im Fachgebiet Technik erhielt Tim Justus Löffler vom Gymnasium Essen-Werden für sein Projekt „StageTrack – Ultraweitband-Tracking auf Bühnen“. Er entwickelte ein kostengünstiges und präzises Ortungssystem, das mithilfe von Ultraweitband-Funk die Position von Personen auf Bühnen bis auf wenige Zentimeter genau bestimmen kann. Die Technologie eignet sich beispielsweise zur automatischen Steuerung von Scheinwerfern und Bühnenbeleuchtung. Für diese Arbeit wurde er mit dem Eduard-Rhein-Jugendpreis für Rundfunk-, Fernseh- und Informationstechnik ausgezeichnet.

Besonders erfreulich ist der hervorragende 2. Platz des Berufskollegs Rheine des Kreises Steinfurt bei der Wahl zur „Jugend forscht“-Schule. Die von der Kultusministerkonferenz ausgezeichnete Schule unterstreicht damit eindrucksvoll ihr langjähriges Engagement in der Förderung junger MINT-Talente. Eine besondere Auszeichnung ist bereits die Nominierung selbst: Das Berufskolleg Rheine ist die erste Berufsschule überhaupt in der Geschichte von Jugend forscht, die für diesen Preis vorgeschlagen wurde. Damit setzt die Schule bundesweit ein starkes Zeichen für die Bedeutung beruflicher Bildung in den MINT-Fächern. Wir gratulieren herzlich zu diesem bemerkenswerten Erfolg!

Die folgende Übersicht zeigt die ausgezeichneten Projekte aus Nordrhein-Westfalen beim Bundeswettbewerb Jugend forscht 2026.

Hier nun die Übersicht der Projekte aus Nordrhein-Westfalen, die beim Bundeswettbewerb Jugend forscht 2026 ausgezeichnet wurden. Die Angaben basieren auf der offiziellen Preisträgerbroschüre. (jugend-forscht.de)

Preis Projekttitel Personen Fachgebiet Kurzbeschreibung
Bundessieg – Preis für die originellste Arbeit Wie tickt eine Sanduhr? Oder: Über die Genauigkeit von Sanduhren und deren Mechanik Tim Kammel (Engelbert-Kaempfer-Gymnasium Lemgo) Fachgebietsübergreifend / Physik Untersuchung der Mechanik von Sanduhren. Durch Experimente, Simulationen und Modellierung konnte gezeigt werden, wie Öffnungsgröße, Trichterform und Sandmenge die Laufzeit beeinflussen.
2. Preis Arbeitswelt AI Ready: Fit für die digitale Welt Henry Theo Wittkop, Maximiliane Falke, Moritz Vogt (Gymnasium Holthausen, Hattingen) Arbeitswelt Entwicklung einer interaktiven Lernplattform, die Schülerinnen und Schüler für einen kritischen, verantwortungsvollen und datenschutzbewussten Umgang mit KI sensibilisiert.
4. Preis Arbeitswelt JobBridge – die digitale Taschengeldbörse Rezan Aaron Yalçin (Städtisches Gymnasium Rheinbach) Arbeitswelt Programmierung einer sicheren und transparenten Plattform für Jugendliche ab 14 Jahren, um Gelegenheitsjobs zu finden und fair zu vermitteln.

Weitere Informationen zur Siegerehrung unter: https://www.jugend-forscht.de/fileadmin/user_upload/Downloadcenter/Bundeswettbewerb/Bundeswettbewerb_2026/Broschuere_Preistraegerinnen_Preistraeger_Bundeswettbewerb_Jugend_forscht_2026.pdf

Weitere Fotos auf Instagram und unter: https://www.jugend-forscht.de/wettbewerbe/bundeswettbewerb-2026/fotos/siegerehrung-2026.html